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Tropischer Regenwald und seine Bewohner |
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Immergrüne, tropische Regenwälder sind auf allen Kontinenten, auf beiden Seiten des Äquators bis ungefähr zum 10. Breitengrad, vor allem in Südamerika, Asien und Zentralafrika zu finden. Die größte zusammenhängende Fläche - zugleich mehr als die Hälfte der Gesamtfläche aller tropischen Regenwälder - befindet sich im Bereich des Amazonasbeckens. Weitere große Regenwälder weisen das Kongobecken und Indonesien auf. Der Begriff tropischer Regenwald kennzeichnet ein Ökosystem, das eine Vielzahl an Wald-Typen umfasst: zum einen den Tiefland-Regenwald bis etwa 800 m Höhe, zum anderen den Berg-Regenwald bis etwa 1500 m Höhe und schließlich dem Nebelwald jenseits von 2000 m Höhe. |
Im tropischen Regenwald sind ca. 90% aller Arten beheimatet, damit trägt das Ökosystem Regenwald den Hauptanteil der weltweiten Artenvielfalt und ist mit den Korallenriffen der Ozeane vergleichbar. Die Regenwälder Asiens, Amerikas und Zentralafrikas tragen nachhaltig zum weltweiten Klimaschutz bei.
Nur noch rund 7% der Landmasse unserer Erde sind mit Regenwald bedeckt. Jede Minute verliert unser Globus ca. 28 ha Wald. Die Bevölkerungsexplosion, Unkenntnis und Gewinnsucht tragen dazu bei, dass die Regenwälder weiterhin in unvorstellbarer Geschwindigkeit abgeholzt werden.
Biodiversität (Artenvielfalt) wird auch als „Lebensversicherung der Natur“ bezeichnet. Erst die Vielfalt der Arten, der Gene und Ökosysteme ermöglicht es, sich stets flexibel auf neue Bedingungen wie den Klimawandel einzustellen. |
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Ein grosser Teil unserer westlichen Medikamente basiert auf Regenwaldpflanzen. Man schätzt, dass bislang nur etwa 1% der Pflanzen auf eine mögliche Heilwirkung untersucht worden sind. Der Regenwald mit seiner reichen Vegetation ist die größte Hoffnung der Medizin gegen Krankheiten wie Krebs und Aids.
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Die Tiere des Regenwaldes tragen wesentlich dazu bei die Artenvielfalt in den Regenwäldern sicher zu stellen. Viele Baum- und Pflanzenarten keimen erst nachdem sie durch den Darm eines Tieres gewandert sind.
Mit jedem gefällten Baum im Regenwald sterben Tiere und Pflanzen aus. Viele Pflanzen und Tiere, die evtl. zum Teil noch nicht einmal entdeckt wurden. Mit jedem gefällten Baum steigt der CO2-Anteil und verschärft einen globalen Prozess, dessen Auswirkungen mittlerweile unübersehbar geworden sind. |
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Die riesigen Regenwälder sind die „grüne Lunge“ des Planeten, unser größter CO2-Speicher und Sauerstofflieferant. Die Lunge unseres Planeten ist krank.
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Die Tiere des Regenwaldes, insbesondere die letzten Menschenaffen, Die Gorillas, Schimpansen, Bonobos, Orangutans und viele andere Arten sind unmittelbar vom Aussterben bedroht. Es ist fünf nach zwölf. Für viele Tiere kommt bereits jetzt jede Hilfe zu spät.
Was können Sie tun?
Es gibt bereits einige wichtige Projekte und Initiativen, die sich dem Erhalt des Regenwaldes verschrieben haben. WPE strebt an mit bestehenden Organisation eng zusammen zu arbeiten. Ein Konkurrenzdenken ist hier fehl am Platz. Die Regenwälder benötigen jede erdenkliche Hilfe.
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Die, in der heutigen Zeit, von Menschen verursachte Abholzung der Wälder findet zu schnell statt, die ökologischen Prozesse sind ausser Kraft gesetzt und der Regenwald kann sich nicht mehr erholen.
Das macht den Begriff 'nachhaltige Forstwirtschaft' zur Farce, wenn es auf einen Abholzungszyklus von ein paar Jahrzehnten in natürlichen Wäldern angewandt wird. Die Bäume, die gefällt werden, sind Jahrhunderte alt. |
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Die Evolution von Samen, Frucht und den Tieren hat zu einer gegenseitigen Abhängigkeit geführt. Tiere bekannt als Samen-Streuungsagenten sind für die Artenvielfalt immens wichtig. Um den Durchgang durch die Eingeweide eines Tieres zu überleben, haben solche Samen solch einen harten Außenmantel entwickelt dass sie nicht keimen wenn sie nicht von einem Tier gekaut, geschluckt und teilweise verdaut werden. Und zusätzlich versorgt das Exkrement des Tieres den Wald mit einem ordentlichen Paket Düngemitteln. Proben haben abschließend gezeigt, dass mehr von diesen Samen keimen und mehr Sämlinge entstehen und diese weiter verstreut werden, wenn Tiere den Wald beleben. Wenn Samen auf dem Grund der Mutterpflanze fallen findet keine Ausweitung der Art statt und viele Arten sterben aus. Eine neue Studie in Südamerika zeigte, dass in schwer bejagten Wäldern, wo Primaten sehr reduziert wurden, dort weniger Sämlinge waren. |
Es ist offensichtlich, dass, wenn Wälder langfristig überleben sollen, der Schutz der Bäume nicht ausreicht. Auch die Jagd muss unterbunden werden ( zumindest auf gesetzliche und nachhaltige Niveaus reduziert werden), besonders für die Biodiversität wichtige Arten wie Primaten und Elefanten müssen besser geschützt werden. |
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